Stromzähler ablesen: So funktioniert es richtig

Stromzähler ablesen: So funktioniert es richtig
Den Stromzähler ablesen dauert in der Regel weniger als eine Minute. Welche Schritte dafür nötig sind, hängt vom Zählertyp ab. In Deutschland kommen drei Typen vor: der analoge Ferraris-Zähler, der digitale Zähler und das intelligente Messsystem.
Den Zählerstand zu kennen ist vor allem bei einem Anbieterwechsel, einem Umzug und der jährlichen Abrechnung wichtig. Dieser Artikel erklärt, wie die drei gängigen Zählertypen abgelesen werden, wann der Zählerstand gemeldet werden muss und wie moderne Anbieter diesen Prozess vereinfachen.
Wo finde ich meinen Stromzähler?
Der Stromzähler befindet sich in der Regel im Keller, im Treppenhaus, im Flur oder in einem dafür vorgesehenen Zählerschrank. In Mehrfamilienhäusern befinden sich oft mehrere Zähler nebeneinander. Der eigene Zähler ist auf dem Typenschild oder der Abrechnung des Netzbetreibers mit einer Zählernummer (MaLo-ID) gekennzeichnet.
Falls der genaue Standort unbekannt ist, findet er sich auf der letzten Jahresabrechnung oder kann beim Netzbetreiber erfragt werden. Der Netzbetreiber ist nicht identisch mit dem Stromanbieter: Während der Anbieter den Strom liefert, verantwortet der Netzbetreiber die Infrastruktur und den Zähler.
Wie lese ich einen analogen Ferraris-Zähler ab?
Der analoge Ferraris-Zähler ist der älteste und in Deutschland noch weit verbreitete Zählertyp. Er ist an einer drehenden roten Scheibe erkennbar, die sich proportional zum Stromverbrauch dreht.
So wird der Wert korrekt abgelesen:
- Rollenzählwerk von links nach rechts lesen
- Nur die schwarzen Ziffern notieren, nicht die roten
- Die letzte schwarze Ziffer auf eine Stelle nach dem Komma runden
- Den abgelesenen Wert in Kilowattstunden (kWh) notieren
Beispiel: Zeigt das Rollenzählwerk 01523,4 an, beträgt der Zählerstand 1523 kWh. Bei der Jahresabrechnung ergibt die Differenz zwischen dem aktuellen und dem vorjährigen Zählerstand den Jahresverbrauch.
Wie lese ich einen digitalen Stromzähler ab?
Moderne digitale Stromzähler zeigen den Verbrauch auf einem LED- oder LCD-Display an. Sie können mehrere Messregister enthalten, die durch Drücken einer Taste oder automatisch durchlaufen werden.
Die wichtigsten Anzeigefelder:
Für die Jahresabrechnung und Meldung an den Netzbetreiber ist ausschließlich das Register 1.8.0 relevant, sofern kein Doppeltarifzähler vorliegt. Bei Unsicherheit über die Anzeige kann der Netzbetreiber den richtigen Messwert auf Anfrage mitteilen.
Was ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter)?
Ein intelligentes Messsystem, auch Smart Meter genannt, überträgt Verbrauchsdaten automatisch an den Netzbetreiber. Eine manuelle Ablesung ist in der Regel nicht mehr erforderlich. Der Zählerstand ist über das Kundenportal des Netzbetreibers oder direkt im App-Interface des Stromanbieters einsehbar.
Der Einbau intelligenter Messsysteme ist in Deutschland nach dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh verpflichtend. Für Haushalte mit geringerem Verbrauch ist der Einbau freiwillig. Bis 2032 sollen alle Messpunkte mit modernen Messeinrichtungen ausgestattet sein.ADAC-Ratgeber zur Smart-Meter-Pflicht erklärt, was das für einzelne Haushalte konkret bedeutet.
Den aktuellen Rollout-Stand veröffentlicht die Bundesnetzagentur quartalsweise auf ihrer Smart-Meter-Seite.
Für Kunden, die noch keinen Smart Meter haben: Auch bei einem analogen oder digitalen Stromzähler ist kein Techniker für die Ablesung nötig. Der Zählerstand wird selbst abgelesen und dann gemeldet.
Wann und wie muss der Zählerstand gemeldet werden?
Es gibt drei Anlässe, bei denen der Zählerstand besonders wichtig ist:
- Anbieterwechsel: Am Tag des Wechsels den Zählerstand ablesen und notieren. Dieser Wert bildet die Grundlage für die Schlussrechnung des alten Anbieters und die erste Rechnung beim neuen Anbieter.
- Umzug: Am Einzugs- und Auszugstag den Zählerstand ablesen. Bei Einzug an den Netzbetreiber melden, bei Auszug für die Schlussrechnung des bisherigen Vertrags nutzen.
- Jahresabrechnung: Einmal jährlich fordert der Stromanbieter eine Selbstablesung an. Der Wert kann per Post, Online-Portal oder App gemeldet werden.
Die Meldung erfolgt an den Netzbetreiber oder direkt über das Kundenportal des Stromanbieters. Wer die Meldung vergisst, erhält eine Schätzung auf Basis des Vorjahresverbrauchs, die später mit dem tatsächlichen Verbrauch verrechnet wird.
Stromzähler ablesen bei PLAN-B NET ZERO: So funktioniert es über die PLAN-B Neo App
Bei PLAN-B NET ZERO läuft die Verwaltung des Zählerstands vollständig digital. Kunden können den Zählerstand direkt über die App melden, ohne Formulare oder Postweg. Bei intelligenten Messsystemen erfolgt die Datenübertragung automatisch, sodass keine manuelle Eingabe erforderlich ist.
Das entspricht dem Grundsatz hinter jedem Prozess bei PLAN-B NET ZERO: So wenig Aufwand wie möglich für den Kunden. Für alle, die einen analogen oder digitalen Zähler haben, ist die Selbstablesung über die App in weniger als einer Minute erledigt.
Mehr Informationen unter planbnetzero.com/strom/privat. Wie der vollständige Wechselablauf funktioniert, erklärt unser vollständiger Leitfaden zum Stromanbieter-Wechsel.
Muss ich beim Smart Meter noch selbst ablesen?
Nein. Ein intelligentes Messsystem überträgt die Verbrauchsdaten automatisch an den Netzbetreiber. Eine manuelle Ablesung entfällt, der Zählerstand lässt sich aber jederzeit im Kundenportal oder in der App einsehen.
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Welche Ziffern zähle ich beim Ferraris-Zähler?
Nur die schwarzen Ziffern werden von links nach rechts notiert, die rote Ziffer bleibt unberücksichtigt und wird lediglich auf eine Nachkommastelle gerundet. So ergibt sich der korrekte Zählerstand in kWh.
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